Women in Forensic Computing Workshop und Bootcamp
in Zusammenarbeit mit der DFRWS EU 2025 in Brno, Tschechische Republik, am 31. März 2025
Umfang
Die digitale Forensik ist die Anwendung wissenschaftlicher Methoden der Informatik zur Wiederherstellung und Untersuchung von Beweismitteln, die auf digitalen Geräten gefunden werden, häufig im Zusammenhang mit Computerkriminalität. Digitale Beweismittel gewinnen in fast allen Arten von Gerichtsverfahren zunehmend an Bedeutung, hauptsächlich aufgrund der steigenden Menge und Qualität digitaler Beweismittel.
Ziel dieses Workshops ist es, das Interesse von Studierenden und jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen an der digitalen Forensik als Berufsfeld oder Forschungsgebiet zu wecken. Ein weiteres Ziel dieses Workshops ist es, das Bewusstsein und die Wertschätzung für die Leistungen von Frauen im Bereich der forensischen Informatik/Digitalen Forensik zu stärken. Daher soll dieser Workshop ein Forum sein, das Frauen dabei hilft, ihr technisches Selbstvertrauen aufzubauen und dadurch mehr Forscherinnen für dieses Fachgebiet zu gewinnen. Dieser Workshop zielt darauf ab, neue Interessierte an das Fachgebiet heranzuführen. Die Vorträge sind technisch ausgerichtet, sprechen aber auch Neulinge in diesem Bereich an. Der Workshop ist Teil einer Workshop-Reihe, die 2019 begann.
Der Workshop umfasst eine Reihe von Vorträgen und Podiumsdiskussionen von Frauen, die einige grundlegende und aktuelle Themen des Fachgebiets vorstellen und praktische Erfahrungen aus erster Hand ermöglichen. Die Teilnehmerinnen können ihre eigene Arbeit auch in kurzen Präsentationen vorstellen.
Notizen und Bilder nach dem Workshop

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort und online der WinFC 2025! Vielen Dank für Ihre Teilnahme am Workshop.
Veranstaltungsort
D0207 Hörsaal 90, Fakultät für Informationstechnologie, Technische Universität Brno
Božetěchova 2
612 00 Brno
Tschechische Republik
Teilnahme
Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos und steht allen offen, unabhängig vom Geschlecht; die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt.
Um teilzunehmen, füllen Sie bitte das Anmeldeformular unter:
https://user-surveys.cs.fau.de/index.php?r=survey/index&sid=138873&lang=en
bis zum 1. März 2025 aus und geben Sie dabei Angaben zu Ihrer aktuellen Tätigkeit, Ihren Forschungsinteressen, den Gründen für Ihr Interesse am Workshop sowie dazu an, ob Sie persönlich oder online teilnehmen möchten. Bewerbungen nach diesem Datum sind ebenfalls möglich, werden jedoch in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt. Sie können sich auch nach Ablauf der Frist gerne für die Teilnahme am Workshop bewerben!
Bitte erwägen Sie auch, einen Vortragsvorschlag einzureichen. Sie können sich ebenfalls für ein Reisestipendium bewerben, beachten Sie jedoch bitte die frühere Frist am 18. Januar 2025.
Vorträge der Teilnehmer
Teilnehmer des Workshops haben die Möglichkeit, sich für einen Vortragsplatz zu bewerben, um ihre aktuelle Forschung oder Einblicke in einen Beruf im Bereich der digitalen Forensik in einem fünf- bis zehnminütigen Vortrag auf dem Workshop vorzustellen. Bei Interesse senden Sie bitte den Titel und eine Zusammenfassung des Vortragsvorschlags zusammen mit der Anmeldung (siehe oben) bis zum 1. März 2025. Die Vorträge können vor Ort oder online gehalten werden. Die Vorträge sollten eine Folie enthalten, die verdeutlicht, warum die digitale Forensik ein interessantes Fachgebiet ist. Es wird ein unkompliziertes Auswahlverfahren für die Vorträge durch das Organisationskomitee geben.
Reisestipendium
Wir bieten außerdem mehrere Stipendien (gesponsert von der FAU) für Studentinnen an, die am Workshop teilnehmen möchten: Das Stipendium deckt einen Teil Ihrer Reisekosten sowie die Teilnahmegebühr für dieDFRWS EU 2025 Konferenz ab. Für Bewerberinnen aus Europa übernehmen wir Reisekosten bis zu 500 EUR. Bewerberinnen von außerhalb Europas geben bitte bis zum 18. Januar 2025 bei ihrer Anmeldung (siehe oben) eine Schätzung der voraussichtlichen Reisekosten an.
Wir werden die Stipendienbewerberinnen bis zum 25. Januar 2025 über die Entscheidung des Organisationskomitees bezüglich der Stipendienvergabe informieren. Wenn Sie mehr als zwei Monate benötigen, um Ihre Reise zu organisieren, geben Sie dies bitte in Ihrer Bewerbung an, indem Sie die entsprechende Option im Bewerbungsformular auswählen.
Bestätigte Referenten
- Dr. Nina Sunde (Polizeikommissarin, Norwegische Polizeihochschule, Norwegen)
Sie ist Mitleiterin der Forschungsgruppe „Polizei und Technologie“ und engagiert sich aktiv in Forschungsprojekten, darunter das von EU-Horizon finanzierte Clarus-Projekt und EB-CRIME. Ihre Forschung konzentriert sich in erster Linie auf Ermittlungspraktiken im Zusammenhang mit digitalen Beweismitteln und Cyberkriminalität, wobei der Schwerpunkt auf Qualitätssicherung und Fehlerminimierung bei digitalforensischen Untersuchungen liegt. Mit 25 Jahren Erfahrung bei der norwegischen Polizei, wo sie sich auf Ermittlungen im Bereich Cyberkriminalität spezialisiert hat, bringt Sunde umfangreiches praktisches Fachwissen in ihre akademische Arbeit ein. - Dr. Ana Nieto (S2 Grupo, Spanien)
Dr. Ana Nieto ist Cybersicherheitsanalystin mit über 16 Jahren Erfahrung. Bis 2020 war sie Mitglied des NICS Lab an der Universität Málaga. Derzeit leitet sie das Malware-Analyse-Team bei S2Grupo, einem führenden spanischen Unternehmen, das sich auf Cybersicherheit spezialisiert hat. Die Hauptaufgabe ihres Teams besteht darin, Malware aufzuspüren, die von APT-Gruppen eingesetzt wird und eine kritische Bedrohung für die Sicherheit wesentlicher gesellschaftlicher Sektoren darstellt, wobei sie eng mit Incident-Response-Teams zusammenarbeitet. Seit 2008 ist Dr. Nieto aktiv an nationalen und europäischen Cybersicherheitsprojekten beteiligt. Sie hat Patente angemeldet und zahlreiche Beiträge in führenden Fachzeitschriften des Bereichs veröffentlicht, darunter bedeutende Beiträge zur IoT-Forensik. - Anika Stulíková (Polizeipräsidium der Tschechischen Republik)
Colonel Anika Stulíková verwaltet derzeit als Leiterin der Abteilung für Digitalisierung und künstliche Intelligenz die Aufgabenbereiche künstliche Intelligenz und Digitalisierung beim Polizeipräsidium der Tschechischen Republik. Sie ist zudem Mitglied der AI Strategic Group bei EUROPOL und beteiligt sich im Rahmen des paneuropäischen Starlight-Projekts an der Entwicklung von KI-Tools für Strafverfolgungsbehörden. In der Vergangenheit widmete sie sich der künstlichen Intelligenz mit Schwerpunkt auf Kommunikation, Ethik und den digitalen Geisteswissenschaften im Allgemeinen. Sie ist eine Verfechterin des Effective Altruism (insbesondere im Hinblick auf KI-Sicherheit) und engagiert sich ehrenamtlich in diesem Bereich. - Dr. Aya Fukami (Niederländisches Forensisches Institut, Niederlande)
Aya ist Digitalforensikerin am Niederländischen Forensischen Institut. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Überwindung der Sicherheit mobiler Geräte auf Hardware-Ebene.
Vorläufiges Programm
Bitte beachten Sie: Alle in diesem Programm angegebenen Zeiten sind in Mitteleuropäischer Zeit (MEZ), UTC+1.
Montag, 31. März 2025
09:30: Ankunft und Kaffee
10:00: Begrüßung durch die Organisatoren, Vorstellungsrunde der Teilnehmer
10:30: Gastvortrag 1: Dr. Nina Sunde (Norwegische Polizeihochschule, Norwegen): From Individuals to Systems: Unpacking Bias in Digital Forensic Practices. Sitzungsleitung: Céline Vanini
11:00: Kaffeepause
11:30: Gastvortrag 2: Dr. Ana Nieto (S2 Grupo, Spanien): Fighting Back: Combatting Anti-Forensic Strategies in Modern Malware. Sitzungsleitung: Silvia Sanna
12:00:Teilnehmerpräsentationen (10 Minuten pro Präsentation, einschließlich Fragen)/Blitzvorträge. Sitzungsleitung: Katerina Kanta
- Florence Love Nkosi: Experiential Learning in Digital Forensics: Evaluating the Effectiveness of Simulations for Evidence Collection (Online-Präsentation) [Folien]
- Jessica Herrmann: Perceptual Colour-based Geolocation of Human Trafficking Images for Digital Forensic Investigation [Folien]
- Kanwal Aftab: Computer vision for indoor Multimedia Geolocation [Folien]
- Olivia Sina Gräupner: Audio forensics to obtain location information
- Áine MacDermott: Deepfake Forensics: Exploring the Impact and Implications of Fabricated Media in Digital Forensic Investigations [Folien]
13:00: Mittagspause
14:30: Gastvortrag 3: Dr. Aya Fukami (Niederländisches Forensisches Institut, Niederlande): Full-Stack Forensics: How the Focus of Digital Forensics Changed From Simple Data Recovery to Exploiting Security. [slides] Sitzungsleitung: Mariya Kirmani
15:00: Gastvortrag 4: Anika Stulíková (Polizeipräsidium der Tschechischen Republik): The Dark Ages of Deepfakes and Verification of the Authenticity of Evidence. Sitzungsleitung: Lisa Rzepka.
15:30: Kaffeepause
16:00: Praktischer Workshop: Svenja Mischur (sequrium GmbH): Digital Breadcrumbs: Investigating a Suspicious File
- Eine mysteriöse Datei, win_update.exe, taucht ohne Erklärung im Download-Ordner eines Benutzers auf. Wurde sie ausgeführt? Welche Änderungen hat sie vorgenommen? In diesem einsteigerfreundlichen Workshop können Sie die Geschichte mithilfe von Ereignisprotokollen, Registrierungsschlüsseln und Dateisystem-Metadaten aufdecken. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich – nur die Neugier, den Brotkrumen zu folgen!
18:00: Ende des Workshops
20:00: Geselliges Beisammensein: Pivovarský dům Poupě (Dominikánská 342, 602 00 Brno-střed, Tschechien)
Organisationskomitee
Der Workshop wird gemeinsam von folgenden Personen organisiert:
- Felix Freiling, FAU, Deutschland
- Katerina Kanta, Universität Portsmouth, Großbritannien
- Yasin Köse, FAU, Deutschland
- Daryl Pfeif,
- Gründungsmitglied – Cyber Sleuth Science Lab, DFRWS, Digital Forensics Solutions
- Svenja Mischur, Deutschland
- Theresa Müller, Deutschland
- Monika Radhakisan Chavan
- Lisa Rzepka, Bundeswehr-Universität München, Deutschland
- Silvia Lucia Sanna, Universität Cagliari, Italien
- Mariya Shafat, Universität Kashmir, Indien
- Radina Stoykova, Universität Groningen, Niederlande
- Céline Vanini, Universität Lausanne, Schweiz
- Lena Voigt, FAU, Deutschland
Grafik und T-Shirt
Sie können das allgemeine Workshop-Logo gerne in jeder Form nutzen, um diesen Workshop bekannt zu machen.
Sie können auch den Workshop-Webshop besuchen, um das offizielle Workshop-T-Shirt und andere Merchandise-Artikel zu bestellen.
Kontakt
Kontaktieren Sie die Organisatoren per E-Mail unter <women-in-forensic-computing@lists.cs.fau.de>
Danksagung
Diese Workshop-Reihe wird vom Büro für Gender und Diversität der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des DFG-Graduiertenkolleg 2475 „Cyberkriminalität und Forensische Informatik“ (Förderkennzeichen 393541319/GRK2475/2-2024) unterstützt.